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Disabled handrail. Thanks to George we know how dangerous they can be!

Donnerstag. 17.3.16.

Dass der Britische Premierminister, David Cameron, und der Finanzminister, George Osborne, große Bewunderer der ehemaligen Premierministerin Margaret Thatcher sind, ist gut bekannt. Weniger bekannt ist allerdings, dass George, an die Bürgerrechte von Homosexuellen, Frauen und ethnischen Minderheiten glaubt. Aber es gibt einem Gruppe in unsere Gesellschaft, die ihn nicht hinters Licht führen kann.

 

Wie Ihr Euch vielleicht erinnert, gab es 2008 eine große globale Wirtschaftskrise, die, wie George heute in seiner Haushaltserklärung bestätigen wird, viel weniger zu tun hatte mit maroden Banken, verdächtigen Geschäften in der City of London, oder einer Immobilienblase ( all diese haben wir natürlich noch…) aber viel mehr mit Behinderten und kranken Menschen in Großbritannien, die, ohne einen Gedanken an globale Konsequenzen, Krückstöcke, Haltegriffe, Urinflaschen oder Einlagen bekommen. Und diese Hilfsmittel, sagt George, brauchen die Behinderten einfach nicht.

 

Daher ist die zentrale Initiative in seiner Austeritätspolitik in seinem gestern vorgestellten Budget die Einstellung von staatlichen Zahlungen an etwa 500,000 Kranke und Behinderte für Dinge, auf die diese verzichten können, zum Beispiel elektrische Betten, Duschhocker, adaptiertes Besteck, Bildschirmleser, Hörgeräte…..die Liste spricht für sich. Luxus Pur.

 

Auf den ersten Blick, gebe ich zu, waren für Margaret Thatcher die großen Gewerkschaften oder die Bataillone von Bergbauern und Druckern imposantere Gegner als die Krummen und die Lahmen. Aber schließlich kann man sich seine Feinde nicht aussuchen, oder..? Und die Kranken und Behinderten tragen schließlich mehr Verantwortung für die staatlichen Schulden als die Banker, die Steuersparmodelle der Großunternehmer oder die spesentricksenden Repräsentanten des House of Commons.

George ist sogar ganz besonders mutig gewesen, angesichts der starrköpfigen Weigerung ALLER Behindertengruppen und Wohlfahrtsgemeinschaften (von denen es mehr als fünfzig gibt!), ein einziges billigendes Wort über Georges Errungenschaften zu sagen. Und dabei hat er so viel Erwähnenswertes erreicht!

Zum Beispiel haben Untersuchungen gezeigt, dass alle, aber insbesondere weibliche, Behinderten (=gefährliche Feinde mit zerstörerischer Wirkung auf die globale Wirtschaft), durch jahrelange systematische parteipolitische Einsparungen (hoch lebe George der Finanzminister!) bei benötigter Unterstützung für Ausbildung, Transport, Arbeit ärmer und somit gesellschaftlich schwächer sind als Nicht-behinderte . Da muss es doch ein besonders lobenswertes taktisches Manöver sein, diesen, schon am Boden liegenden, Betroffenen (Feinden) noch einen Schwertstoß zu erteilen.

Besonders zufrieden muss George mit seiner sogenannten Zimmersteuer (Bedroom tax) gewesen sein, in der arme Menschen, die eine größere Wohnung haben, als ihnen zusteht, Strafen zahlen müssen. Die Bitte von Kranken und Behinderten für eine Sonderregelung auf Grund der Behauptung, sie seien unverhältnismäßig hart betroffen, da sie potentiell ein weiteres Zimmer oder extra Platz für ein spezielles Bett oder spezielle Gerätschaften, beispielsweise um zu atmen, benötigten, wurde -na ja- als Heiße Luft erkannt und als solche von George abgewiesen

Der Höhepunkt Georges mutigen Entgegentretens der Menschen, die im Volksmund durch die Unterstützung der oligarchischen Boulevardpresse jetzt auch Schnorrer und Diebe heissen, war natürlich die neue Begutachtung von Kranken und Behinderten von nicht -medizinischen „Fachkräften“. (Man stelle (kostengünstige) Administratoren aus völlig anderen Arbeitsbereichen ein, gebe ihnen einen Tick Liste, mit der der Anstragstellende „bewertet“ wird , kippe damit die Beurteilung von medizinisch qualifizierten, aber offensichtlich nicht liniengetreuen Ärzten und Ärztinnen und erkläre den Antragstellenden für arbeitsfähig.) Und wenn es der Fall war, dass zwischen 2011 und 2014 2380 selbst erklärte Kranke kurz nach einer solchen Entscheidung starben, und in ihren letzten Lebenstagen oder Monaten die Verkürzung ihrer Leistungen hinnehmen mussten, dann, na ja, vielleicht war das ja nicht so schlimm.

Die Bewunderung für George und David kennt keine Grenzen wenn man ihre standfeste Weigerung, einer immer lauter geforderten unabhängigen Untersuchung der Folgen für das Leben von Behinderten und Kranken betrachtet. Die Jungs wissen was sie tun. Eine Kehrtwende wird es nicht geben. Maggie wäre sehr stolz.

 

In dieser zweiter Amtszeit haben sie schnell klar gemacht dass sie die Behinderten und Kranken weiterhin im Visier haben. In den letzten Wochen hat die Regierung eine Reduzierung von 30 Pfund pro Woche für arbeitslose aber arbeitsfähige Behinderte (siehe oben), komischerweise gegen den Willen des House of Lords, und einiger treulosen MPs ihrer eigener Partei, durchgesetzt. Die Rebellen aus ihren eigenen Reihe haben das seltsame Argument vorgebracht, dass außer einer weiteren Verarmung der Betroffen überhaupt nichts erreicht werden würde. Zitat…

„Als reine Einsparmaßnahme ist die Maßnahme nicht akzeptabel.“

Obwohl es keinen Beweis gibt, dass das neue Gesetz sonst etwas bringen wird, haben George und David sicherlich das Recht zu erwidern..

„…und wo genau ist jetzt das Problem?“

 

Angesichts ihres wesentlichen Verdienstes bei der Zerstörung des Feindes „Kranke und Behinderte“, scheint merkwürdig, dass im Wahlprogramm, obwohl David und George ganz klar gemacht haben, dass es weitere Sparmaßnahmen geben würde, und zwar im Milliardenwert, sie nicht ausdrücklich gesagt haben welche Menschen am meisten verlieren würden. Vielleicht falsche Bescheidenheit?

Um Gottes Willen denkt bloß nicht, es gehe hier vielleicht um eine schrittweise Abschaffung unseres Sozialstaates und dass wir uns eines Tages in der Ignoranz, dem Elend und der Not wieder finden werden, von der der Sozialstaat uns befreit hat. Nein, nein, das kann nicht sein oder?

 

Sonntag. 20.3.16.

Nach der Veröffentlichung des Budgets war die Empörung in der Bevölkerung so groß dass der Minister für Sozialleistungen, Ian Duncan Smith, sich entschloss zurückzutreten und die Regierung die geplanten Änderungen zurücknehmen musste.

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Disabled handrail. Thanks to George we know how destructive they can be!

It´s well known that George Osborne and David Cameron are great admirers of the Iron Lady, Margaret Thatcher. It´s less well known perhaps, that George Osborne is a supporter of gay marriage and equal opportunities for ethnic minorities but that does not mean that a different and dangerous minority group can pull the wool over his eyes.

Because, as you may remember, there was a global financial collapse in 2008 which as today´s budget will testify, had nothing to do with banks, dodgy deals in the City or inflated house prices in the United States, but everything to do with disabled people in Britain, without a thought for the global implications, getting handrails or walking sticks and other aids that, you see, they don´t really need.

For the centerpiece of austerity in George´s budget today will be stopping up to 500,000 disabled people getting money to buy things that really they can manage without having, like…. grab rails, shower stools, walking sticks, commodes, electric/reclining beds, screen readers, amplified telephones, infrared hearing systems, adapted cutlery…….the list surely speaks for itself. Absolutely necessary savings. There´s no way the ninth richest country in the world can afford to provide such things.

At first glance, I admit, it may seem that in comparison Mrs Thatcher had more worthy, powerful opponents, like the Print Unions or the Miners. Osborne and Cameron have only the sick and the lame, but then you can´t choose your enemies, can you? And the disabled simply are more to blame for the black hole in the nation´s books than bankers, city brokers, tax exiles, tax avoiding corporations or expenses fiddling MPs. They must be because if George has said it once he´s said it a thousand times, the broadest shoulders will bear the biggest burden. So let it never be said they lacked, or lack, the moral courage to give them a right good pasting.

Indeed George has been particularly courageous given the stubborn refusal of any disabled group or large charity (and there`s over 50 of them!) to say anything good about what he´s done. And he´s done a lot.

For example research into the effect of all the ‘necessary savings’ made by the last government indicate that purely because disabled people are on average poorer than able bodied people (…hard to credit I know given their crucial role in undermining the nation´s finances, but still….), then they have got what they deserve being undoubtedly the single hardest hit of all groups in society by the cuts, sorry, the necessary savings.

George will have been particularly pleased with the effect of the bedroom tax that also disproportionately hits the disabled. Claiming they need an extra room ´cos they need a special bed, or specialist equipment say, for example, to breathe, is, after all, just so much, well, hot air.

A centerpiece of this courageous facing down of people we might refer to (with our clear sighted friends in the oligarch press) as shirkers and scroungers was, of course, the re-assessment by non-medically qualified people of thousands of the sick and disabled as fit for work, overturning assessments by medically qualified, but it seems not entirely trustworthy, professionals. And if in the years 2011-2014 2,380 self declared sick and disabled people were found fit for work shortly before they died, well, seeing their benefits cut as they came to face their own mortality probably did them no real harm.

And admiration for George and David simply knows no bounds when they´ve steadfastly refused to allow any independent assessment of the impact of all these changes on the disabled. The boys are not for turning. Maggie would be proud….wouldn´t she?

And they haven´t been slow already to let the disabled know in this parliament that they´ve still got them in their sights. So in the last couple of weeks the Work Support Allowance has been forced through a strangely reluctant, lily livered House of Lords, and appallingly, also against the opposition of some of their own Tory MPs, meaning a thirty quid reduction in the weekly benefit of disabled people who have been found fit for work. The rebel MPs fell for the argument that the new law would simply make the disabled poorer, and otherwise do nothing. As one Tory rebel put it,

“It is clear this is not acceptable as just a cost saving measure,”

And although there is no evidence that the change does actually do anything else, surely David and George are entitled to reply…

“…. and the problem with that is what exactly?”

Given the intrinsic merit of these attacks on the disabled and sick though, it seems strange to remember that in the election campaign, while David and George were both clear there would be cuts, amounting to billions of pounds, they didn´t state who in particular they would be taking money from. False modesty, perhaps?

And don´t entertain for a second the thought that actually what it´s all about is the step by step destruction of the welfare state and returning us plebs to the squalor, want and ignorance from which the welfare state freed us. No, no, no. Perish the thought. After all it´s not as if people are going hungry and the weak are going to the wall……

Please speak up with and for the sick and disabled. Do everything you can, even if its just talking to friends and neighbours, liking and sharing on facebook posts that are supportive of the disabled, tweeting, etc, so that this budget is remembered as the one which pushed the intrinsic decency and kindness of British people too far and that we all say, for the sake of common decency and the common good, enough is enough.

For more info on the relative effects of austerity and how it disproportionately affects the disabled and women. See. http://www.theguardian.com/commentisfree/2014/jul/31/austerity-women-ethnic-minorities-disabled-tax-welfare

On the fight to defend the disabled see.

https://thehardesthit.wordpress.com/stats-and-facts/

 

Have wheelchair will travel

Have wheelchair will travel

The day I became disabled….or at least realised it maybe wasn´t such a bad thing to be.

Taxi, a Friday afternoon a few years ago now, on the way to Stanstedt airport.

My wife says,“We should have told them you need a wheelchair.”

I reply, with a sigh.

“But I don’t. I just need their help to avoid too many stairs.”

“And not to have to stand around for too long.”

“Ok”, I concede, “and not to have to stand around for too long.”

The departures hall is vast, but filling up fast, most of the Midlands off for a long weekend in Nice, Warsaw or Madrid. The serried ranks of check in desks of a well-known Irish budget airline stretch into the distance. Only one well-spoken young woman is manning the one open desk. Above her head the neon strip flashes confidently ‘all flights’. The queue is lengthening and there´s thirty to forty equally impatient travelers in front of us, all looking forward to the drink in the bar beyond security that signals the start of the holiday.

The time drags by and each family or couple checking in seems to last an eternity. There´s a sigh of relief as a young man appears at a second desk and logs onto the computer. An already tipsy hen party off to lay waste to Prague (they´re wearing badges) noisily slam into the back of the now maybe two hundred strong queue. Some people have already dragged their bags to stand in front of gate number two. Seeing this the young man smiles, logs off, and swings himself expertly over the luggage belt and with a cheery “someone´ll be along in a minute” starts, with tapes and metal stands, to organize the queue into a very long snake. The passengers move forward at the pace of large luggage being resentfully kicked. The hen party harrumph. Time passes, fifteen minutes, twenty minutes, with no new desk being opened, generating general murderous intent. We´ve been standing now a half hour. My feet are already beyond aching into burning, the knees are feeling slightly unreliable and I´m avoiding my wife´s gaze.

“This is bad,” she says and goes off to speak to the young man.

“I wonder could you help me please.” (Germans don´t generally speak like this but my wife has lived in England a long time.) “We´re in the queue but my husband can´t stand for long. We requested special assistance.”

“Does he need a wheelchair?”

“Well no, but he can´t walk far so. On the ´phone they said he´d get priority boarding.”

“Priority boarding. Great.” Relieved, he wheels on his heels, his arms swinging like a yardarm, and points to a much smaller queue of people before an equally empty desk. My wife´s about to head off when he suddenly crumples into self doubt.

“I think maybe for disabled you should…wait….” He dexterously creates, spinning poles and stretching tape, a new space for us alone before the third and equally empty desk, “…here.”

“Somebody will be along in a minute.”

We wait. And wait. By now I´m trying to keep my weight evenly distributed between both feet, the stick in my left hand and holding on to my wife´s arm with my right hand. Walking anywhere now is looking like, as they say, a big ask. When the somebody does come she´s not exactly sympathetic.

“You should have gone straight to priority boarding.”

Game as ever, my wife tries….

“We were told….”

“He is disabled, yea?”

“Well no, yes, but…..he does speak.”

Mute with discomfort I kind of wish my wife hadn´t mentioned that but before I can say anything…

“Ok, go and join priority boarding at the security desk.”

She points vaguely to the concourse´s furthest horizon.

“Is there a chance of having a wheelchair now?” my wife asks.

“Well, you can. But you´ll have to wait.”

We hobble off.

It didn´t get better. The final straw came when, after we´d stood a decade or two in the security queue, the security staff insisted, despite my wife´s increasingly tearful protests, that I get myself through the security arch without a stick and without her aid.

And maybe it was at that exact moment, as I painfully shuffled my way through the arch and when anyone who had eyes to see knew that some kind of basic category error had been made, that I knew the person who had made it was me and that I needed to recognize I was disabled and that it really would have been ok to use a wheelchair.

And it was a curiously happy, liberating realization, a self-affirmation, a joyous relief from the feelings of guilt, of a lack of the right stuff, of pluck, or grit, of somehow not having tried enough, of somehow not managing well enough, of making too much of things, of being a bother and a burden to others, of not grinning and bearing it enough, in the end, ultimately of just pretending to have a problem, of being somehow a fraud.

And that of course is the cruelest thing about the connection the present government in Britain and some of the press has made between disability and benefit fraud, that it plays into, reinforces and exploits some of the most treacherous, guilt ridden, self and reality-denying feelings that people made vulnerable by disability and illness are prey to. Compared to that apparently conscious intent, unintentional, thoughtlessly callous behavior by airport staff can´t really be considered that bad.

For details of the plight of the disabled under the present government see…

http://www.theguardian.com/profile/frances-ryan

 

 

 

 

 

Have wheelchair will travel

Have wheelchair will travel

Der Tag an dem ich behindert wurde…oder zumindest als ich feststellte, dass behindert zu sein eine Befreiung sein kann.

Taxi, Freitagnachmittag, vor einigen Jahren. Auf dem Weg zum Stanstedt Flughafen in England.

Meine Frau:, „wir hätten ihnen sagen sollen, dass du einen Rollstuhl brauchst.“

„Aber den brauche ich nicht“, antworte ich, seufzend. „ich brauche nur Hilfe Treppen steigen zu vermeiden.“

„Und damit du nicht zu lange anstehen musst.“

„Ja, ja, ok, wenn du das sagst.“

Die Abflughalle ist riesengroß, die Menschen kommen scharenweise an, sich freuend über das lange Wochenende in Nizza, Warschau oder Madrid. Die Abflugschalter einer guten bekannten irischen Billigfluggesellschaft sind in der Ferne am Ende der Halle sichtbar. Nur ein Check-in Schalter, mit einer einzige Frau, ist geöffnet. Das Neonschild über ihren Kopf leuchtet selbstsicher, „alle Flugziele.“ Eine schier endlose Schlange hat sich schon gebildet. Menschen mit Vorfreude auf ihr erstes Bier oder Wein nach der Sicherheitskontrolle. Der geschätzte Moment wenn der Urlaub endlich beginnt.

Ein junger Mann kommt und schaltet den Computer des zweiten Check-ins an. Die Schlange atmet erleichtert auf. Ein schon ein bisschen besoffenes, kicherndes Damenkränzchen, auf der Reise Prag zu erobern (sie tragen Aufkleber), stößt auf das Ende der Schlange. Einige haben schon ihr Gepäck vor den zweiten Schalter. Auf einmal sich darüber bewusst werdend, schaltet der junge Mann den Computer aus und springt, sportlich, über das Gepäckband zwischen den Schaltern… Macht eine kleine Pause und verkündet:

„Wird nicht langer dauern bis jemand kommt.“

Dann fängt er an, mit Metallgestellen und Bändern, die ständig wachsende Schlange zu arrangieren. Wir warten und warten. Fünfzehn Minuten. Zwanzig Minuten. Die möchtegern Passagiere kommen mit der Geschwindigkeit der gekränkt getretenen Gepäcke voran. Die gute Laune Blase des Damenkränzchens ist schon lange geplatzt. Meine Füße brennen vor Schmerzen. Ich kann meinen Knien nicht mehr so richtig vertrauen. Ich meide die Augen meiner Frau.

“Das geht nicht”, sagt sie und spricht den jungen Mann an.

„Ich frage mich ob Sie mir vielleicht helfen können.“ (Normalerweise sprechen Deutsche nicht so, aber meine Frau hat schon einige Jahre in England gelebt.) „Wir stehen schon eine Weile in der Schlange, aber mein Mann kann nicht lange stehen. Wir hatten um Sonderbetreuung gebeten.“

„Braucht er einen Rollstuhl?“

„Nein, aber er kann nicht weit laufen, am Telefon wurde mir gesagt, dass wir zu Priority Boarding gehen müssten.“

„Priority Boarding. Wunderbar.“ Der junge Mann macht auf die Hacke kehrt und weist auf eine kleinere Schlange vor einem auch geschlossenes Check-in Schalter in die Ferne. Wir sind im Begriff uns auf dem Weg dahin zu machen, wenn er auf einmal in Selbstzweifel gerät.

“Auf der anderer Seite, vielleicht müssen Behinderte hier warten.” Gewandt bildet er, mit Metallgestellen und Bändern blitzschnell eine Schlange nur für uns beide allein. Wir stehen vor dem noch leeren dritten Check-in.

„Wird nicht langer dauern bis jemand kommt.“

Wir warten. Und warten. Ich verlagere mein Gewicht zwischen beiden Füssen, dem Stock in meiner linken Hand, und meinem rechten Arm bei meiner Frau eingehakt. Jetzt überhaupt zu laufen fühlt sich wie eine große Herausforderung an. Als dann endlich jemand kommt, hat sie nicht viel Mitgefühl für uns.

„Eigentlich hätten Sie zuerst allererstes zum Priority Boarding gehen müssen.“

Mutig wie immer, versucht meine Frau es ein weiteres Mal zu erklären…

„Man hat uns hier her gesch…“

„Er ist behindert oder?“

„Ja, jein, jenachdem, Ich meine….. und Sprechen kann er auch.“

Schon stumm vom Schmerz hätte ich es lieber, wenn ich nicht sprechen müsste. Aber bevor ich überhaupt was sagen kann.

„Gehen sie dort drüben hin und stellen Sie sich am Priority Boarding vor der Sichertheitskontrolle an.“

Sie weist mit einem Geste auf die entfernteste Ecke des Halles hin.

„Gibt es jetzt die Möglichkeit einen Rollstuhl zu haben?“

„Ja“, antwortet Sie ohne uns anzugucken, „aber dann müssen Sie warten.“

Wir humpeln davon.

Es wurde nicht besser. Nachdem wir eine Dekade oder so an der Sicherheitskontrolle gewartet hatten, was endgültig das Fass zu Überlaufen brachte, beharrte eine Dame des Sicherheitspersonals darauf, trotz des unterdessen tränennahen Protests meiner Frau darauf, dass ich alleine ohne Stock und ohne ihre Hilfe durch den Sicherheitsbogen gehen müsste.

Aber vielleicht war es genau in diesem Moment, als ich schmerzhaft, haltsuchend durch den Bogen wackelte und jeder der Augen hat, ganz klar sehen konnte, dass hier irgendein Kategorienfehler gemacht wurde, dass ich feststellte, dass ich es war, der einen Fehler gemacht hatte und ich mich als behindert ansehen muss und es ganz ok gewesen wäre einen Rollstuhl einzuforden.

Und es war ein neues, merkwürdiges, glückliches, befreiendes Selbstverständnis, ein freudiges Loslassen von Schuldgefühle, dem Gefühl, dass ich nicht ausreichend versucht hatte allen klar zu kommen, dass es mir an Mut, an Entschlossenheit, Charakterstärke fehlt, dass ich am Ende nur tat als hätte ich ein Problem; dass ich irgendwie ein Betrüger war.

Das ist das Grausamste an der Verbindung zwischen behinderten Menschen und Sozialehilfebetrug, die die englische Regierung und ein Teil der Presse in den letzten Jahren herzustellen zu vermitteln versucht. Diese Linie trifft und verstärkt Schuldgefühle und Selbstzweifel von Menschen, die durch Behinderung und Krankheit täglich mit sich kämpfen und Ihre Beziehung zu Ihrem Körper und der Aussenwelt täglich neu erobern und definieren müssen.

Im Vergleich zu dieser bewusste Absicht kann die Gedankenlosigkeit von Flughafenmitarbeiten als nur halb so schlimm betrachtet werden.

Für information über den schwierigen Lager der Behinderten Menschen in Groß Britannien siehe. (Leider nur auf Englisch.)

http://www.theguardian.com/profile/frances-ryan

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Yucatan Halbinsel bildet das untere Ende von Mexico und bildet einen Zipfel in die Karibik hinein. Essentiell besteht Yukatan aus Kalkstein, was bedeutet, schlechte Böden und keine (sichtbaren) Flüsse. Die längste Korallenbank des amerikanischen Kontinents macht es durch Mangel and Tiefe unmöglich für große Schiffe zu ankern. Das bedeutete, dass die spanischen Angreifer im 16ten Jahrhundert und später die Mexikaner das Yukatan der Maya in Frieden gelassen haben, ähnlich wie Cromwell im 17ten Jahrhundert Connaught den irischen Bewohnern gelassen hat.

Tulum, vielleicht die hübscheste der Mayaruinen sitzt direkt am Meer ca. 50km südlich von Cancun. Noch 1920 kämpften hier Maya, mit Geld und Waffen, die sie von den Briten aus dem jetzigen Belize im Süden erhalten hatten, für ihre Unabhängigkeit von Mexiko. Die berühmtesten und anschaulichsten Gebäude von Tulum sind zugegebenermaßen Toltec eher als Maya. Wir werden aber auf eine einfache Steinstruktur direkt am Kliff, die aussieht als wäre sie einfach schlecht gebaut, mit großem Stolz von unserem Reiseführer Matheo hingewiesen..

Maya aerodynamische Gebäude links!

Maya aerodynamische Gebäude links!

„Sieht schief und krumm und verfallen aus, ich weiß, aber in Wahrheit ist der Turm so konstruiert, dass er absichtlich nach Nordosten lehnt, weil…“, lächelnde Pause für den vollen Effekt…. „Wenn Hurrikane von der Küste hier entlangkommen weht der Sturm aerodynamisch am Turm vorbei. Die Mauern sind auch nach innen gekurvt, um die Kraft der Winde abzufangen… Und 700 Jahre nach dem Bau steht der Turm immer noch. Das ist die einzige aerodynamische Struktur, die sie in der ganzen antiken Welt finden werden…“

Also ich zumindest bin beeindruckt… Er fährt fort..

„Für viel hunderte Jahre haben sich die Wissenschaftler über diesen Ort den Kopf zerbrochen. Sie wussten, dass die Spanier nicht vom Meer angreifen konnten, weil die Schiffe auf den Korallenbänken auf Grund gelaufen wären. Wie konnten also die Maya die Materialien, die sie zum Bau benötigten hier her bekommen? Mit der neuesten Satelliten Technologie hat man jetzt herausgefunden, dass es einen unterirdischen Fluss gibt, der unter der Ansiedlung hindurchfließt und der im Meer zwischen den Korallenbänken auftaucht. Durch das kalte Süßwasser können dort keine Korallen wachsen und so wurde eine natürliche Öffnung geformt, in die die Maya ihre Boote bringen konnten. Die nächste Frage war, da ja die Unterbrechung der Korallenbank nicht vom Meer aus zu sehen war, wie konnten die Maya immer wieder diese Stelle annavigieren. Die Antwort darauf scheint Triangulation zu sein. Die dafür benutzten Punkte zeigt uns Matheo stolz an den Gebäuden…

Beindruckend, für ein Volk, dass nicht mal Räder erfunden/ benutzt hat. Angeblich war das aber nicht aus Mangel an Erfindungsgeist, sondern einfach deshalb, weil es weder Esel, Pferde noch Kühe gab, die Räder sinnvoll gemacht hätten…

Unterdessen ist es 10:00 und Zeit weiterzuziehen. Tulum ist ungefähr so groß wie ein Fußballfeld und plötzlich haben wir das Gefühl einer Invasion. Hunderte von Touristen drängeln sich durch das kleine Eingangstor und schlängeln sich entlang der Pfade…

Unser Freund und Fahrer, Señor Cruz aus Villa Cruz, geht sicher, dass wir bevor Sonnenaufgang auf dem Weg sind bei jedem unserer Ausflüge und auch dieses Mal stehen wir um 6:30 verschlafen in der Halle unseres Hotels, um uns auf den Weg zu unserem letzten Ausflug dieses Urlaubs zu machen. Koba, Inland und westlich von Tulum. Tausende Touristen klettern wieder aus ihren Bussen, als wir Koba verlassen und Koba verdient sicher seinen eigenen Blog, aber der Höhepunkt unseres Ausflugs kommt jetzt erst…

Senor Cruz fühlt sich zuhause bei den Mayan

Senor Cruz fühlt sich zuhause bei den Mayan

Auf „in der Ruhe liegt die Kraft“ vertrauend und mit einer vagen Erinnerung, dass es in der Nähe ein oder zwei Mayadörfer gibt, fahren wir durch die Gegend. In San Juan de Dios, Senor Cruz, wie immer charmant, wird von ein paar jungen Mayafrauen angesprochen und wir werden eingeladen, ihren Mayahaushalt zu besuchen. Wie ihr in den Video sehen könnt, lernt Ramona dort Tortillas zu machen mit Maria Bendita, eine Frau vom Dorf und ich erhalte eine reinigende Zeremonie durch eines Schamanen, eine seltsame spirituelle Erfahrung…

Die Dorfbewohner sprechen alle Maya als Muttersprache, nur einige von ihnen sprechen Spanisch und alle scheinen sich einig, dass, trotz jahrhunderterlanger Verfolgung und Zerstörung ihres Nachlasses, Ihre Identität, Kultur und Sprache wieder aufleben wird…

Nach der zeremoniellen Reinigung führt der Schamane auch eine Segnung für uns Reisende durch, dabei die vier Himmelsrichtungen aufrufend, Ost, West, Nord und Süd und letztendlich auch den fünften Ort im Maya Kompass, den Ort, wo wir uns zum jeweiligen Zeitpunkt befinden. Eine großartige Segnung, in der Tat….

 

 

 

The Yucutan peninsula is the bottom bit of Mexico, jutting out in the Caribbean Sea. It’s essentially one big limestone pavement (former school pupils from the north of England think Geography field trips to Malham in Yorkshire) which means poor soils and no rivers. The longest coral reef in the Americas, also running from here to Belize, making it impossible for large boats to land here, meant the Spanish invaders in the sixteenth century and then the Mexicans were happy to leave the Yucutan to the Mayans. In much the same way as Oliver Cromwell, the seventeenth century English dictator, was happy to leave Connaught to the native Irish.

Tulum, perhaps the most picturesque of all Mayan sites, is perched above the Caribbean, about fifty kilometers south of Cancun. As late as the 1920s Mayans, with guns and money supplied by the British to the south in what is now Belize, were fighting to maintain their independence against the Mexican military. The most photographed, and admittedly picturesque, buildings are post Classic Toltec rather than Maya. However one simple stone structure on the cliff, that looks like it’s just really badly built, is pointed to with great pride by Mateo, our Mayan guide.

 

Maya aerodynamic building to the left!

                    Maya aerodynamic building to the left!

“Looks terrible, yes. But actually it´s constructed deliberately to lean into its north eastern corner because” a smiling pause for effect. “…because that´s where the hurricanes approach from along this coast. And the walls are curved inwards to channel the force of the winds away. And seven hundred years later it’s still standing. It’s the only aerodynamic structure to be found in any ancient building anywhere in the world.”

Well, I for one go ‘wow’….He goes on.

“There was also for many hundreds of years a great mystery about this site. We know the Spanish could not attack from the sea because they would have run aground on the reef. How then did the Maya get the volcanic stones and other materials they needed to build here? The latest survey equipment has revealed a river running under the settlement which comes to the surface in the sea, just off the coast. The cold fresh water meant at that point the coral could not grow and so a gap in the coral was formed where the Maya could bring their boats in. The problem then was, as this gap could not be seen on the sea’s surface, how the Mayans in their boats could know where to come through. The answer seems to have been that they triangulated, using markers in the settlement,” he points to the respective points, “to navigate through the gap. “

Really impressive stuff, especially considering they never got round to inventing the wheel. (Absence of livestock was apparently the reason for that one…)

At which point, about 10am, it’s time to leave. Tulum is about a soccer pitch in size and it now feels like a pitch invasion is going on. Literally hundreds of tourists are streaming in and queueing way down the track leading to the entrance.

Our friend and driver, Senor Agustin Cruz of Vera Cruz state, has us in the car before dawn on the day of each of our trips and this is the case too for the last trip to Koba, inland from Tulum. Thousands of our fellow tourists are again climbing off their buses as we’re leaving and the ruins deserve a blog on their own, but the highlight of our whole Mexico trip was what followed afterwards.

Senor Cruz at home among the Maya

                    Senor Cruz at home among the Maya

Trusting to serendipity, and Senor Cruz’s vague recollection of there being some interesting Mayan villages here, we cruise around a bit. In San Juan de Dios, Senor Cruz, easygoing charm personified, gets chatting with some young Mayan women and we’re invited to visit. So, as you’ll see in the videos, Ramona learns how to cook tortillas on a hotplate over a woodfire, and I go through a purification ceremony performed by a local shaman. A strangely humbling experience.

All the villagers are Mayan speakers from birth, and only some of them speak Spanish, and they seemed, despite the centuries of persecution and neglect, to be confident that their culture, language and identity would prosper.

The shaman also performed for us a blessing for travelers, calling on the four cardinal points, east, west, north and south, and finally on the fifth point of the Mayan compass, the place where you are right here and now. A great blessing indeed.

 

 

 

“Wir gehen nach Chichen Itza”

Meine Frau ist von der Idee nicht abzubringen.

Ich bin zwiegespalten…

„Enthauptungen, Blutopfer, Herzen aus lebendigen Leibern gerissen…. Grausamkeit und Gewalt haben wir genug in Europa.“

„Das sind die schönsten Ruinen der Maya im Land.“

„Das sind die sicher nicht. Da kommen die Touristen nur am leichtesten hin.“

Die Antwort kommt prompt.

„Quatsch, die sind doch drei Stunden weit weg mit dem Auto.“

„Genau. Viel zu weit weg. Es ist bald Happy hour in der Hotel Bar und die Sonne scheint.“

Vier Stunden später finden wir uns am Tor der 1500 Jahre alten Ruinen von Chichen Itza. Ich habe den Verdacht, unser Reiseleiter, Luis, hört meine Vorurteile gegen die Maya nicht zum ersten Mal.

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Luis.

„Ja, sicher es gab hier Blut Opfergaben. Aber das war die Tolteke, Verwandte der Azteken, die die Länder der Maya überfallen haben. Die Maya haben mit ihnen zu leben versucht. Als sie aber festgestellt haben dass die Tolteke auch die Maya opfern wollten, haben sie Chichen Itza endgültig am Ende des dreizehnten Jahrhunderts verlassen.“

“Und der berühmte Ballspiel? Ist es nicht zu Ende gekommen mit der Enthauptung des gewinnenden Kapitäns?“

„Genau“ sagt Luis, immer noch lächelnd, „das war auch die Tolteke. Sie waren ein kriegerisches Volk. Bevor sie kamen, ist der Sieger ins Publikum gestiegen und erhielt als Belohnung Schmuck von den adligen Frauen.““

Ich habe das Gefühl, dass es gerecht wäre, einen Fürsprecher für die Tolteken hier zu haben. Am Ende der Arena stehend, können wir beobachten wie mehr und mehr Touristen das Spielfeld betreten, das mindestens so groß wie ein Fußballfeld ist. Es gab sechs Spieler und einen Kapitän in jeder Mannschaft. Der 2kg Ball bestand aus Vollgummi gefertigt. Ziel des Spiels war den Ball durch den vertikalen Steinkreis, drei Meter hoch an der Wand, zu schießen. Neben uns es gibt Bilder der Spieler, im Stein gemeißelt. Sie trugen Arm, Fuß, Hüfte und Brust Lederschutz, die den Spieler ermöglichen den Ball zu kontrollieren und einen Schlagstock um den Ball dem Kapitän zuzuspielen. Beine und Kopf durften nicht benutzt werden um den Ball weiterzureichen. Allerdings zeigt zweifellos das letzte Bild einen Kapitän, den Kopf des anderen, wahrscheinlich des sieghaften in seiner Faust hängend. Das Blut, in Stein gemeisselt, fließt noch.

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Die zwie Kapitänen, oder ein und ein Kopf.

Luis und ich gucken aneinander an und bevor er es sagen kann, sage ich es.

„Toltec.“

Allerdings versucht er es auf an eine ganz andere Art und Weise.

„Wissen Sie was die Worte „Chichen Itza“ bedeuten?“

Das natürlich wissen wir nicht.

“Der Ort an der Mündung des Brunnens der Menschen die Mathematiker oder Astronomen oder Zauberer sind.“

Unterdessen sind wir an einem Ende des Spielfelds angelangt. Luis geht einige Schritte vor uns, hält seine Hände vor sich und wartet auf eine Pause in dem Murmeln und Gehen der Touristen…….

Dann klatscht er in die Hände und eine Millisekunde später hören wir das Echo des

“Wenn es hier still wäre, könnten Sie ganz klar jemanden, der am anderen Ende spricht, hören.“

„Wie ein Flüsterzimmer“ sage ich.

„Ja und auf diese Art und Weise konnten die Schiedsrichter während des Spiels kommunizieren.“

Er weist auf die große Mauer hinter uns.

“Hier kann man sehen wie die Mauer in zwei Teilen gebaut wurde. Eine Hälfte besteht aus größeren Steinen und die andere aus kleineren. Natürlich ist jeder Stein in der jeweiligen Hälfte gleiche groß. Dann ist jeder Mauer auch leicht nach vorn angekippt. Die Wissenschaft der Akustik haben die Maya sehr gut verstanden.“

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Ramona, Nick, Kathy und Tim und der große Tempel.

Jetzt stehen wir alle vor dem großen Tempel von Chichen Itza. Luis erklärt uns wie die Eigenschaften des Tempels den Elementen des Maya Kalenders entsprechen. Der Anzahle der Stufen, der Plattformen, der Anzahl der Paneele, alle repräsentieren Aspekte der Zyklen von Mond, Sonne und Venus. An den Nachmittagen der Sonnenwenden des Frühlings und des Herbst, fällt das Sonnenlicht über der nordöstlichen Ecke ein und nach und nach schlingert das Sonnenlicht in dreiecksform am pyramidengeformten Tempel zur Erde hinab, wie der Körper der berühmten gefederten Schlange, Quetzoacoatl.“

Dann sage ich.

“Also ist der temple ein Art von lebendes Monument, die den Menschen zeigt, wie sie das Konzept von Zeit verstanden haben.“

„Richtig“, sagt Luis, „und durch mehr Verständnis von Zeit, haben die Maya bessere Kontrolle über die Natur gewonnen, wann man anbauen soll, wann man ernten soll, und dadurch weniger Bedarf für Blutopfer.“

„Und dann kamen die Toltec“, sage ich.

„Und die Europäer“ fügt Luis hinzu.

Die Maya. Ein unterbrochenes Volk.